Kapitänin Andrea
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„Die Dauerwelle“.

Eine 15 – Jährige läßt sich eine Dauerwelle machen.
Hier ihr Erlebnis:

Sie wollte immer leicht gewelltes Haar haben.
Es ist eine Zeit, in der es um die Frage der eigenen Identität geht.
„Wer bin ich? Wer will ich sein?“, sind die täglichen Themen.
In der Pubertät ist das nicht einfach: Langes Haar – kurzes Haar

Ihre Haare sind jetzt lang genug, sodass sie sich nach langem Überlegen einen Termin bei
der Friseuse ihrer Mutter macht.
Später erinnert sie sich: Der Besuch beim Friseur ist ihrer Mutter heilig. So erzählte die
Mutter, dass die Zeit unter dem Frisierkittel mit einer Zeitschrift auf dem Schoß ihre Zeit
nur für sie selbst ist.
„Endlich werde ich betuddelt! Kein Haushalt, keine sonstigen Aufgaben“, waren ihre
Worte.
Vielleicht ist es genau das, was sie sich als junge Frau wünscht: „Sich betuddeln lassen“
und wie jede Frau zum Friseur zu gehen.

Mutig betritt sie den Frisiersalon, wird an einen Platz geführt und bekommt einen
rosafarbenen Kittel umgehängt.
Um sich oder besser der Friseuse eine Idee von ihrer gewünschten Frisur zu geben
blättert sie In einem Hefter. Verschiedenste Haarschnitte werden dort gezeigt.
Mit einem genauen inneren Bild beschriebt die junge Kundin, welche Frisur sie am Ende
des Tages haben möchte: leicht wallendes, lockiges Haar.
Da sie das erste Mal zu einer Dauerwelle bei Friseur sitzt, hat sie keine Vorstellung, was
auf sie zu kommt und wie die Prozedur abläuft.
„Rosa-bekittelt“ schaut sie erwartungsvoll in den Spiegel.
Längliche Lockenwickler mit Gummizug werden in ihr Haar geklemmt. Es sind viele, und
es dauert lange bis auch die letzte Haarsträhne verarbeitet ist.
Danach wird eine übelreichende chemische Flüssigkeit auf ihr gewickeltes Haar
aufgetragen.

Der scharfe Geruch treibt ihr die Tränen in die Augen. Selbst Jahrzehnte später hat sie
diesen Geruch noch in der Nase.
„Bin ich hier richtig? Oder will ich lieber gehen?“, fragte sie sich.
Zwischendurch hat sie Zweifel.
„Dafür gehen Frauen zum Friseur?“
Um keine gerötete Augen zu bekommen, schließt sie während der langen Einwirkungszeit
die Augen. So lauscht sie den ihr nicht bekannten verschiedenen Geräuschen.
Sehr spannend, was sie so alles hört.

Die Zeit ist herum und die unzähligen Lockenwickler werden aus dem Haar entfernt.
Im Spiegel sieht sie sich mit vielen kleinen Locken. AHA!
„Naja, das gibt sich noch, wenn die Haare erst gewaschen sind und mit der Rundbürste
geföhnt werden“, denkt sie sich.
Nach dem Waschen riecht das Haar angenehm, und der beißende chemischen Geruch hat
sich verflüchtigt.
Da kommt der Föhn!
Das Haar wird während des Föhnes mit einem groben Kamm gekämmt.
Eine Rundbürste taucht nicht auf.
Die Friseuse ist voller Freude über das Endresultat nach der langen Arbeit.
Die junge Frau, die mit leicht gewelltem Haar den Frisiersalon verlassen wollte, ist
sichtlich entsetzt.
Die Stunden unter dem rosafarbenem Kittel, die scharfe chemischen Flüssigkeit auf
ihrem Haar und die kleinen Löckchen sind nicht das gewünschte Resultat.
Die Friseuse hat ihr eine „miniply“ verpasst, die der entsetzten jungen Frau einen AFRO-
LOOK beschert hat.

Die verzückten und belustigten Gesichter ihrer Familie und Freunde kann sie kaum
ertragen.
Jeden Abend bevor sie ins Bett geht, macht sie sich die Haare nass und wickelt sich ein
Kopftuch um; in der Hoffnung, dass die starke Krause schneller verschwindet.
Ohne großen Erfolg.
Das führt dazu, dass die Haare bei der nächsten Gelegenheit kurz geschnitten werden.
Diese Erfahrung ist für die junge Frau so prägend, dass sie sich nie wieder eine
Dauerwelle machen läßt und ein Friseur-Besuch auf Haare schneiden begrenzt wird.

Willkommen

Begrüßungsvideo

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Ich freue mich, Ihre Kapitänin Andrea!

Auf Wiedersehen!

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