Pinamar 14.02.2026
Nichts ist, wie es scheint!
Wir sitzen beim Frühstück und genießen die leckeren frisch gepressten Säfte.
Während ich an meinem Kaffee nippte, schaue ich durch den Frühstücksraum.
Wir sind die einzigen nicht spanische sprechenden Gäste.
Es gibt dieses und jenes zu entdecken.
Unter anderem sehe ich einen Mann, der mit seinem Sohn am Tisch sitzt.
Beide haben ihr Handy vor der Nase und sprechen kein Wort.
„Ach, wie schade, dass sie nicht mit einander reden.“
Sofort habe ich eine Bewertung zu dieser Situation.
Weitere Gäste kommen und gehen.
Ich bemerkte, dass der Vater als auch der Sohn uns beobachten.
Als sie mit dem Frühstück fertig sind und den Raum verlassen wollen, kommt der Vater auf uns zu und fragt, ob wir aus Deutschland kommen.
Es entsteht ein sehr spannendes Gespräch.
Die beiden kommen aus Chile, erzählt der Vater.
Die Tochter ist seit 5 Wochen zu einem Austausch in Deutschland und er berichtet, wie gut es der Tochter bei der deutschen Familie gefällt.
Stolz zeigt er mir Nachrichten von ihr.
Er hatte große Bedenken, da er gehört hatte,
dass wir Deutschen sehr distanziert und verschlossen seien.
Im Laufe des Tages treffen wir die beiden immer mal wieder.
Mittlerweile wissen wir, dass wir es mit Luis und seinem Sohn Matias zu tun haben.
Matias besucht die deutsche Schule in Santiago de Chile und hat seit einigen Jahren Deutschunterricht. So spreche ich mit ihm deutsch, damit er üben kann.



Andrea Amberge
Andrea Amberge